Ziel der Begleitforschung im Projekt e-mobility on demand war es, die Wirkungen der umgesetzten E-Fahrzeuge und begleitender Maßnahmen hinsichtlich des typischen Fahrprofils und NutzerInnenverhaltens im Winter und Sommer und der gesamtheitlichen Vermeidung von Zusatzverkehr (MIV) zu erforschen. Die Begleitforschung wurde vom Austrian Institut of Technology (AIT) und dem Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik (IVV) durchgeführt.

 

Dafür wurden im Februar/März und im Mai/Juni 2014 28 E-Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Unternehmen einen Monat lang mit GPS-Trackern ausgestattet, um die Mobilitätsdaten zu erheben. Zusätzlich wurde mittels Fragebogenerhebung die NutzerInnenzufriedenheit und das Handling der E-Fahrzeuge abgefragt.

 

In den Erhebungsphasen wurden typische Fahrprofile wie Tripdauer, Triplänge oder Geschwindigkeiten aufgezeichnet und auf saisonale Abhängigkeiten untersucht. Im Details wurde untersucht, ob es bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen zu witterungsbedingten Anpassungen in der Nutzung und in der Fahrdynamik kommt.

Um außerdem Informationen über die Ladezyklen der Fahrzeuge zu zu bekommen, führten die NutzerInnen zusätzlich Fahrtenbücher. So konnte der Batteriestand der Fahrzeuge bei Fahrtbeginn und Ende, sowie die Ladevorgänge dokumentiert werden. Die Fahrtenbuchaufzeichnungen und die GPS Daten wurden zusammengeführt und erhöhten somit die Validität der beiden Datensätze.

 

Um Informationen über die „TANKE“-Ladestationen der Wien Energie zu erhalten, wurden in regelmäßigen Abständen die Ladevorgänge an den realisierten Ladepunkten erhoben. So konnte herausgearbeitet werden, welche Standorte präferiert wurden und wie groß der NutzerInnenkreis war.

Das dritte Standbein der Begleitforschung war die NutzerInnenbefragungen, die auch zeitgleich mit den oben genannten Erhebungen von der TU Wien durchgeführt wurden. Hier lag der Fokus gang klar auf den Erfahrungen der NutzerInnen mit den Fahrzeugen.

 

Insgesamt wurden rund 9.9ßß Wege aus dem Datenmaterial aufbereitet und mittels statistischer Analysen unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Temperaturverhältnisse und Dauer der Sonnenscheindauer verglichen und analysiert.

 

Das Ergebnis der Begleitforschung zeigt, dass es keinen messbaren Einfluss von Witterungsbedingungen auf Fahrverhaltensfaktoren wie Distanz, Tripdauer oder Geschwindigkeit gibt. Unterschiede der Geschwindigkeitscluster sind plausibler durch Tageszeiten zu erklären. Der subjektive Eindruck einzelner FahrerInnen, die angaben ihr Fahrverhalten den Witterungsbedingungen anzupassen, wurde durch die Auswertung der Fahrprofile objektiv nicht bestätigt.

 

Die NutzerInnenbefragung ergab eine hohe Zufriedenheit von 75, 8 (Sehr gut und Gut), 82,3% würden ein E-Auto auch anderen Personen weiter empfehlen.

 

Für die wissenschaftliche Vorbereitung/Begleitung und Auswertung war Markus Ray vom Austrian Institute of Technology und Tadej Brezina von der TU Wien zuständig.